Erster Abend mit P*regon – ein Alptraum

Gestern Abend bin ich nach einem langen Arbeitstag heimgekommen. Wie bereits berichtet, war ich zwischendurch in der KIWU-Praxis, um mir das P*regon abzuholen. Nicht umsonst bin ich mit einem schlechten Bauchgefühl nach Hause gefahren.

Den Pen habe ich von Frau Dr. mit den Worten „Lassen Sie sich noch von den Damen den Spritzplan ausdrucken“ in die Hand gedrückt bekommen. Gut, ich dachte, das Thema Hormone spritzen ist genauso einfach wie sich eine Thrombosespritze vor einem langen Flug zu setzen. Hahaha! Da hab ich mal laut gelacht und war falsch gewickelt.

Ohne Anweisung kann so einiges schief gehen. Und wenn´s wieder mal um´s Schiefgehen geht, schreie ich bekanntlich immer „HIer“. Ich dachte die 300 I. E. auf dem Rezept heißen, dass ich auf dem Pen auch 300 eingestellen muss. Neeee, die 25 auf dem Spritzplan sind einzugeben. Ich dachte, das sind die 25er L-Thyroxin, die ich zurzeit nehme. Ganz, ganz toll. Als ich dann gesehen habe, dass die Ampulle nur noch 1/3 übrig hat, war´s mir klar.

Scheiße. Heute war ich in meiner Mittagspause also wieder in die KIWU-Praxis zum Follikel-TV und zur Spritzeneinweisung. Der Ultraschall hat nichts Außergewöhnliches gezeigt. Bloß Follikel. Der größte ist 12 mm. Was auch immer das heißt. Ich bin echt ein Neuling auf dem Gebiet. Ob ich es heute Abend schaffe, werden wir ja sehen.

Ich bin jedoch so wütend, enttäuscht und traurig, weil man mich zur Pen-Nutzung nicht informiert hat und davon ausgegangen ist, dass KIWUlerinnen über alles Bescheid wissen. Oder wie muss man das verstehen???

Ich ärgere mich auch über mich selbst. Nun habe ich meinen Follikeln richtig eingeheizt. Das Ergebnis werde ich am Freitag beim weiteren Ultraschall sehen. Eigentlich sollte die Dosis so gering sein, dass nur ein Follikel so stimmuliert wird, dass die Reifung ausreichend ist und wir GvnP machen können, ohne Angst haben zu müssen, eine Mehrlingsschwangerschaft zu riskieren. Klar, wenn aus einem Follikel zwei Babys werden, dann soll das eben so sein. Aber aufgrund meiner gesundheitlichen Situation (insbes. Nebenniere) wäre das bloß noch ein weiterer Punkt auf meiner Risikoschwangerschaftsliste und das will ich mir nicht zumuten, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Vielleicht denke ich irgendwann anders darüber. Wer weiß, was noch kommt.

Wütend machen mich aber immer wieder die Ärzte. Null Zeit für ein klärendes Gespräch. Immer Huschihuschi. Weiter zum nächsten Patienten. Ich war gestern Abend so fertig mit der Welt. Da fange ich nun endlich mit der Stimmu an und dann geht´s direkt schief. Und am schlimmsten ist auch, dass wir (insbesondere ich) uns so allein gelassen fühlen mit allem. Niemand aus unserem Familien- oder engeren Freundeskreis hat das schon durch oder muss sich zukünftig damit beschäftigen. Niemanden können wir anrufen und um Rat fragen, was zu tun ist.

Nur wieder das elendige „Wie kriege ich es hin, dass das zweite Kind ein Mädchen wird“. Luxusprobleme. Bei dem Gedanken daran wird sogar mein rational denkender Schatz böse und das heißt was, da er beinahe resistent gegen solche doofen Sprüche wirkt.

Liebe Kitty, liebe Spring, ich danke euch für eure Anteilnahme und lieben Worte. Es tut so gut, wenn Menschen da sind, die einen verstehen. Bis bald!

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6 Gedanken zu „Erster Abend mit P*regon – ein Alptraum

  1. Sternenmami

    Ach so eine Scheiße liebe Schwani, aber sowas kommt vor, versuch es nicht so schwer zu nehmen, und ich drücke alle Daumen für Freitag. Ich kenne das Spiel um das reifen lassen nur EINES Follikels so gut und es ging bei mir so oft schief. Und ein Spritzenmallheur hatte ich auch mal, und das tat wirklich weh. Die Einweisungen der Kliniken sind wirklich so schlecht bzw. auch bei mir teilweise nicht vorhanden.
    Ich drücke alle Daumen für Freitag.
    Glg Sternenmami

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  2. Kitty

    Liebe Frau Schwani,

    bitte bitte, gern geschehen 🙂 Jaja, die Halbgötter in weiß!! Schön, dass es sie gibt – allerdings wäre es noch schöner, wenn man sich da auch gut aufgehoben fühlen würde. Mir geht’s da ähnlich – bin ja auch immer am selber Auskundschaftern etc. und die Ärzte führen dann einfach nur noch aus. Das ist doch irgendwie verkehrte Welt und teuer noch dazu. Aber jetzt, nach den gemachten Erfahrungen verstehe ich den Spruch „Maschinerie Kinderwunsch“. Leider ist da wirklich was wahres dran 😦

    Nichts desto trotz sind meine Daumen weiter gedrückt – bleib positiv!!!

    Dicker Drücker Kitty

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    1. frauschwanisbauchgefuehl Autor

      Das trifft es wirklich, Kitty. Mein Mann und ich fühlen uns wie in einem Kuhstall, in dem am laufenden Band Kühe besamt werden. Es ist total emotionslos. Aber das wiederum ist vielleicht auch ganz gut. Sonst würde ich nur noch schniefend in der Gegend rumlaufen. Wir bleiben alle zusammen positiv! Ganz klar! 😉

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  3. Myu

    Huhu Frau Schwani,
    auch bei mir sind alle Daumen gedrückt!
    Das mit dem Pen ist mir auch schonmal fast passiert, allerdings wärend der Einweisung durch die KiWu-Schwester der es im letzten Moment aufgefallen ist. Sonst haette ich mir auch die volle Dröhnung gesetzt!
    Vielleicht hilft viel ja auch viel =)
    LG Myu

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