2014 – es ist fast geschafft

Das Jahr 2014 neigt sich dem Ende zu. Ich freue mich riesig. Alles in allem war es kein gutes Jahr. Es hat so besch … angefangen und führte mich durch einen wahnsinnigen Ärztemarathon mit zahlreichen inkompetenten und wenigen kompetenten Halbgöttern in Weiß, die wirklich Ahnung von ihrem Fachbereich haben. Ein wunderschöner Urlaub und einige liebe Menschen, die mir durch ihre Anteilnahme, ihre lieben Worte und herzlichen Umarmungen geholfen haben, möchte ich für dieses Jahr in meinem Kopf behalten. Auch der Moment an Weihnachten als mein Schatz und ich endlich die frohe Botschaft meiner Familie verkündeten und wir alle fünf vor Rührung weinten und uns umarmten, hat sich positiv in mein Bewusstsein gebrannt. Verscheuchen möchte ich all die schlimmen Gedanken, die um unser verlorenes Baby, die Momente im Krankenhaus zu Beginn des Jahres und um all die Verärgerungen und Kränkungen wegen unwissenden Ärzten und gefühlskalten, besserwisserischen “Freunden“, die mittlerweile eher den Begriff “Bekannte“ verdienen, kreisen. Weg mit dem schlechten Gedankengut und dem alten Ballast.

Gut getan hat mir auch am Heiligabend der Friedhofsbesuch am Denkmal der Ungeborenen, dort, wo mein zweites Sternenkind liegt, um ihm zu sagen, dass ich es nie vergessen werde. Das war wieder sehr traurig, aber es macht mich umso dankbarer für das neue Leben, das in mir wächst.

Auch die Nachricht von einem Paar im Bekanntenkreis, die für ihr Ungeborenes die Diagnose Trisomie 21 erhalten und sich gegen das Kind entschieden haben, hat mich erschüttert und nachdenklich gemacht. Wie hätten wir gehandelt? Welche Untersuchungen lassen wir in naher Zukunft vornehmen? Wir wissen es (noch) nicht.

Vor einer bzw. zwei Wochen hatten wir mal wieder zwei Schockmomente, in denen uns jeweils eine Schmierblutung wieder an den Rande des Wahnsinns brachte. Aber es war jeweils nur einmalig. Dennoch kam die Angst aus ihrem hässlichen Verlies hervor und auch wenn die medizinisch und gesellschaftlich anerkannte 12. Woche-Hürde fast gemeistert ist und eigentlich für ein Aufatmen sorgen sollte, so fahre ich doch mit meiner imaginären Handbremse durch die Gegend. Am 23.12. waren wir bei der Frauenärztin und alles ist in bester Ordnung. Der kleine Fratz ist wohlauf. Die Infektion ist gut überstanden, der PH-Wert wieder ok. Das Progesteron auch. Ich darf jetzt auf die *rale Gabe verzichten, sodass mir nicht mehr so schlecht ist. Die Schilddrüse braucht mal wieder zusätzlich L-Thyroxin. Aber das geht schon. Heute bin ich bei 11+3 und mir geht es ganz gut. Ich hoffe, dass alles so bleibt. 

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch in ein besseres Jahr 2015. Alles Liebe!

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2 Gedanken zu „2014 – es ist fast geschafft

  1. J.B.

    Puuh, da habt ihr ja einiges durch. Was 2015 wohl für uns bereit hält? Ich weiß es nicht. Wobei… Für euch die Geburt eures Wunders 🙂
    Das mit den Untersuchungen ist auch so eine Sache. Man kann so viel untersuchen lassen… Wirklich keine leichte Entscheidung. Aber ich bin sicher, auch hier werdet ihr die für euch richtige Entscheidung treffen.
    So. Und jetzt freue ich mich einmal mehr dass es euch gut geht und dass alles in Ordnung ist. Und dann wünsche ich euch von Herzen einen guten Rutsch in ein durchweg geiles 2015.

    Alles Liebe!

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  2. clau0185

    Schön zu hören, dass es dir und deinem Mitbewohner gut geht!😊
    In unserem entfernten Bekanntenkreis hat sich auch ein Paar gegen ihr Kind entschieden, in der 17. SSW. Das gibt einem sehr zu denken… Habt ihr Untersuchungen machen lassen?
    Lg und einen guten Rutsch!

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