Das Kinderzimmer und die Angst

31. SSW (30+5)

Die ganze Zeit habe ich die Lieferung herbeigesehnt und gestern wurde es geliefert und aufgebaut: Das Kinderzimmer.

Es ist sehr schlicht in Weiß gehalten, sodass ich eine ganze Menge dekorieren kann. Das ist für mich der schönste Teil. Endlich darf ich loslegen. Ab jetzt glüht das Internet und der Postbote hat mehr zu tun als sonst. 😊 Und dann, wenn die Möbel ein wenig ausgelüftet sind, wird fleißig gewaschen, um die Babyklamotten einräumen zu können.

Als die Monteure aus dem Haus waren und ich alleine im Kinderzimmer stand, kam irgendwie die Angst wieder zum Vorschein, die über Wochen vergraben war, und ließ mir Tränen über die Wangen laufen. Was ist, wenn was passiert? Das Kinderzimmer zwar mit Möbeln voll steht, aber unser Schatz aus welchen Gründen auch immer nicht einziehen kann? Und er sein Reich niemals sehen wird?

Ich bin schon jetzt so voller Liebe für dieses kleine Menschlein in mir, dass ich es nicht in Worte fassen kann und es mir einfach nur Tränen in die Augen treibt. Ich würde alles für ihn tun. Und ich habe Angst ihn zu verlieren, auch wenn ich weiß, dass alles in Ordnung ist und er sich gerade wieder wahnsinnig schön bewegt.

Kennt ihr das Buch “Ich versprach dir die Liebe“ von Priscille Sibley? Als Audible-Hörbuch war es besonders rührend und ich kann es nur empfehlen. Wir alle würden doch soooo vieles, beinahe alles tun, um endlich unseren Kindern das Licht der Welt schenken zu können.

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4 Gedanken zu „Das Kinderzimmer und die Angst

  1. clau0185

    Liebe Frau Schwani,
    das kann ich so gut verstehen, ich hätte am liebsten gar nichts für Hannah gekauft aus Angst es passiert etwas und all die Sachen werden zu schmerzhaften Erinnerungen… Aber man kann ja nicht bis zur Entbindung mit den Anschaffungen warten!
    Am besten jetzt nur noch positiv denken, alles wird gut!🍀
    Liebe Grüße

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  2. einspluseins

    Ja, liebe Schwani, das ist nicht so leicht manchmal, ich erinnere mich noch gut. Aber es wird alles gut ausgehen, wie es eben meistens ist. Wir neigen nur dazu, die tragsichen Fälle als häufig einzustufen, weil sie uns auf unserem Weg so oft begenen.

    Alles Liebe und genieße die Zeit mit deinem Sohn IM Bauch. Ich wünsche mir meinen noch ded öfteren wieder dorthin ;-)).
    einspluseins

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  3. lucyandjerry

    Liebe Schwani,
    da geht es uns allen wohl ähnlich. Angst ist immer ein stiller Begleiter. Manchmal ein wenig präsenter als sonst, aber nie vollkommen weg.
    Ich stimme einspluseins zu: Die tragischen Fälle empfinden wir als häufig. Warum ist das eigentlich so? Wenn ich überlege, dass ich in den letzten Monaten von meinen lieben Kolleginnen (ischhassesie 😉 ) vor allem die Horror-Stories kredenzt bekommen habe, wird doch deutlich, dass bei all denen ein gewisser Drang mitspielt, sich und sein „Leid“ zu dramatisieren oder einfach in den Fokus der Aufmerksamkeit zu bringen. Wo sind die Frauen, bei denen nix Aufregendes, Dramatisches oder Leidvolles passiert ist? Ich gehe davon aus (und hoffe es inständig), dass all diese Frauen sich dezent im Hintergrund halten und nicht einsehen, Futter für die Klatschpresse zu produzieren.

    Ich habe eine Nachbarin, die vor zwei Monaten in der 28.SSW das sogenannte HELLP-Syndrom bekommen hat und sofort ins Krankenhaus musste. Noch in derselben Nacht hat sie per Kaiserschnitt ihre Tochter auf die Welt gebracht. (Sie hat noch keine 1000Gr gewogen!) Die Kleine kommt in 1-2 Wochen nach Hause und sowohl Mutter als auch Kind geht es gut 🙂

    Will sagen: Wir haben das Glück, in einer Zeit ein Kind zu bekommen, in der wir von oben bis unten durchgecheckt werden und jedes bedenkliche Anzeichen unter die Lupe genommen wird. Lass´die Medizin auch ihre schwarze Seite haben, so profitieren wir auch davon.
    Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was „früher“ eben alles schief gegangen ist, weil das Kind quer gelegen hat oder Erkrankungen der Mutter NICHT rechtzeitig erkannt worden sind.

    Ich tröste mich jedenfalls mit diesem Gedanken ein wenig.

    Alles wird gut, liebe Schwani :-*

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  4. J.B.

    Nachfühlen kann ich deine Angst sicherlich nicht. Und sie vermutlich auch nur erahnen. Verstehen tu ich sie aber sehr gut.

    Alles ist, bleibt und wird gut. ❤

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