MuSchu

35. SSW (34+1)

Er ist da, der Mutterschutz – offiziell seit gestern, aber am vergangenen Dienstag war mein letzter Arbeitstag – und mit ihm kamen tolle Sommertage. Endlich?! Auf der einen Seite ja, auf jeden Fall freue ich mich, endlich Ruhe zu bekommen und mich nur noch mit Kinderzimmer einrichten und mit den letzten Vorbereitungen zu beschäftigen, mal hier, mal da die eine oder andere Verabredung wahrnehmen zu können und mich primär mal nur um meine Bedürfnisse zu kümmern. Ich kann es kaum glauben: In sechs Wochen ist es soweit!!!!! Ich freue mich sehr, dass unser kleiner Schatz endlich da sein wird. 😍😍

Auf der anderen Seite war ich an meinem letzten Arbeitstag auch ein wenig traurig, mich von einigen Arbeitskollegen für ein Jahr zu verabschieden, da ich wirklich gerne arbeite. Es gab viele Umarmungen und noch mehr Umarmungen mit festem Gedrücke und kleine Geschenke. 😀😍😀😍

Das Gefühl, alleine in wahnsinnig lange “Ferien“ (1 Jahr Elternzeit) zu gehen, war schon komisch. Aber diese Beklommenheit verflüchtigte sich mit dem Geburtsvorbereitungskurs am Abend, in dem wir – albern wie Teenies – lachten bis uns die Bäuche wehtaten. Ich bin mit diesem Kurs wirklich total happy, weil sich keine “Strebermuddis“ auftun, die für eine gewisse innere Unruhe bei mir sorgen könnten. Mit diesem Begriff meine ich Schwangere, die mir (sicher unterbewusst) beinahe ein schlechtes Gewissen machen, weil ich die Einstellung vertrete, dass man nicht alles zum Thema Geburt wissen muss, um nicht vorher schon am Rad zu drehen. Oder Mütter, die Vorträge halten, wie wichtig Stillen ist und dass es nichts Schöneres gibt, um eine enge Bindung zum Baby zu haben. Jaaa, das ist es, keine Frage. Aber vielleicht ist es nicht mein Ding?! Wir werden sehen. Auf jeden Fall gibt es in diesem Kurs ein Viertel, das bereits aus verschiedenen Gründen von Anfang an die Flasche bevorzugen wird. Irgendwie sympathisch und ehrlich. Denn ich kenne aus meinem Freundeskreis immer nur die Unterhaltungen, wie toll Stillen doch ist und habe vorher noch nicht viel von Milchstau, Brustentzündung und Co. gehört. Das ist bei den Schilderungen wohl unter den Tisch gefallen.

In zwei Tagen haben wir unser letztes Treffen mit den GVK-Mädels. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich es schade finde, dass ein Kurs zu Ende geht. Aber eine Whats**p-Gruppe für “private“ Treffen ist bereits gegründet.

So langsam werde ich doch tatsächlich nervös, wenn ich an Blasensprung und Co. denke. Meine größte Angst ist nicht der Gedanke an die Geburt, sondern daran, dass ich nicht weiß, wann, wo und wie es losgeht. Ich bin ein Planungsmensch. Ich will alles genau timen und wissen, was mich erwartet. Aber hier geht das nicht. Mutter Natur lässt sich nicht verplanen. Recht hat sie ja auch. 😉 Aber der Gedanke beim Blasensprung alleine zu sein, setzt mir zu. Beginnende Wehen sind mir wesentlich lieber.

Aber gut, hoffentlich dauert die “Angelegenheit“ noch eine Weile und der kleine Schatz lässt sich noch ein paar Wochen Zeit. Bis dahin möchte ich noch einmal zum Friseur, eine Kindergarderobe kreieren, vielleicht noch ein bisschen im Haus auf- und ein wenig umräumen, ein paar Kaffeetreffen bei diesem Wetter wahrnehmen und die Zweisamkeit mit meinem Schatz genießen und die bösen Gedanken an den Blasensprung verdrängen.

Dem Kleinen geht es gut. Er strampelt, boxt und blubbert im Bauch wie wahnsinnig, was mich unglaublich glücklich macht. Faszinierend finde ich auch, wie sehr er auf mich reagiert. Wache ich auf, wird er irgendwann auch aktiv. Streichle ich den Bauch, wird irgendein Körperteil als Antwort rausgestreckt. Abends, kurz bevor ich einschlafe, macht er Party und streckt sich in alle Richtungen. Es sieht sooo schön aus, wenn sich der Bauch verformt. 💜💜 Bei meinem letzten FA-Termin an 32+4 wurde ein Gewicht von 2.065 g ermittelt. Er ist immer noch in Schädellage (braver Bub 😀) und ich hoffe, dass das auch so bleibt.

Meine Blutwerte sind gut, bloß die bösen Pilze sind meine ständigen Begleiter – trotz Medikamente. Aber laut FA kein Problem für die Geburt. Ansonsten bin ich sehr kurzatmig und brauche viele Pausen. Ein bisschen Sodbrennelchen, ein bisschen Rücken, ein bisschen heiße, geschwollene Füße, ein bisschen sehr trockene Haut im Gesicht. Aber gut, das gehört dazu. Dafür hab ich keinen einzigen Pickel auf dem Dekolleté oder Rücken, das kam noch nie vor. 😀 Und gegen einen Mittagschlaf, der auch mal 2,5 Stunden dauern kann – übrigens völlig untypisch für mich – wehre ich mich auch nicht mehr. 😉 Dafür ist der MuSchu ja da. Alles kann, nix muss. Ich wünschte, diese Gelassenheit bleibt auch nach der Schwangerschaft.

In diesem Sinne: Einen tollen sonnigen Sonntag für euch! 💜

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14 Gedanken zu „MuSchu

  1. clau0185

    Herzlich Willkommen im Mutterschutz! Jetzt bist du ja definitiv auf der Zielgeraden.😉
    Zum Stillen möchte ich jetzt doch mal was sagen: Es ist die natürlichste, gesündeste und auch praktischste Art dein Kind zu ernähren. Tu es für dein Kind, selbst wenn du feststellen solltest, dass es „nicht dein Ding“ ist. Vergiss nicht, dass du mit einem ziemlich kleinen Säugling in den Herbst und damit in die Erkältungssaison startest, über die Muttermilch gibt es eine gratis Schluckimpfung. Ich habe gesehen wie belastend schon ein einfacher Schnupfen ist… Und nicht zuletzt ist es die beste Prophylaxe in Bezug auf den plötzlichen Kindstod. Ich mag da etwas militant erscheinen, aber ich denke da in erster Linie an die Kleinen… Also nicht böse sein.😉
    Liebe Grüße

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    1. frauschwanisbauchgefuehl Autor

      Hey, meine Liebe! Ich hab mich schon gewundert, dass WordPress mir keine Nachrichten von dir meldet. Ich dachte, ihr wärt im Urlaub oder so. Aber offensichtlich hab ich dich mit einem Wurstfinger aus meiner Blogliste gelöscht. Seltsam … Da hab ich einiges noch von deinem Blog zu lesen. Nein, ich bin dir nicht böse. Ich bin grundsätzlich total fürs Stillen, genau aus den Gründen, die du anführst. Ich will mich nur bloß nicht selbst unter Druck setzen. Das sorgt bei mir nur für weiteren Stress, den man sich in einer neuen, ungewohnten Situation mit Baby sicher sowieso macht. Alleine, weil ich ja nichts falsch machen möchte. Ich versuche einfach die Ansprüche an mich selbst ein bisschen runterzuschrauben, was mir immer seeeehr schwerfällt. Da genehmige ich mir den Gedanken auch das Thema Stillen entspannter abzugehen. Sooo, und nun wandere ich zu deinem Blog. 😉

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      1. clau0185

        Stress dich nicht, laut meiner Hebamme kann jede stillen. Du solltest nur aufpassen, was die dir im Krankenhaus so sagen, manches ist nur für das Klinikpersonal gut…

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  2. J.B.

    Schwani im Mutterschutz 🙂 Genieße ihn, aber anhand deiner Pläne für ebendiesen hast du das auch vor.

    Ich freue mich sehr für dich, dass du eine so tolle GVK-Gruppe hattest / hast.

    Alles Liebe ❤

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  3. Penny Herzmolekuel

    Hi Frau Schwani,

    lass dir von NIEMANDEM reinreden. Ich selbst habe meine Ohren auch bei vielen Themen auf Durchzug gestellt. Mir braucht keine selbstdeklarierte Besserwissermutti erzählen, dass DIES und DAS das Beste ist. Mach deine eigenen Erfahrungen und so wie du dich liest, hast du eine gesunde Portion Selbstbewusstsein und gehörig Rückgrat, um dich nicht beirren zu lassen.
    Genieß noch den letzten Rest des Schwanger seins…geht so schnell vorbei.

    Penny

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  4. einspluseins

    Liebe Schwani,

    hab eine schöne Mutterschutzzeit! Geht alles so schnell vorbei, verrückt, dass du schon kurz vor ET stehst! Und was den Rest angeht: nicht hinhören, sondern auf dein Gefühl hören.

    Drücker
    einspluseins

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  5. lucyandjerry

    Liebe Schwani, wie schön, dass du jetzt auch ausatmen und dich für den Endspurt bereit machen kannst!!! Den „Gong“ wirst du nicht vermissen, die Entwöhnung wird ganz schnell gehen. 😉
    Super, dass du auch so eine tolle GVK-Gruppe hast!! Ich bin von meiner auch ganz begeistert. Es ist total schön, sich wöchentlich und ganz offiziell nur mit sich und seinen Schwangerschafts- bzw. Entbindungsthemen beschäftigen zu können. Trefft ihr euch auch privat? Hast du dir bereits eine Liste gemacht, wann welcher Antrag wohin geschickt werden muss? Das steht ja bei mir diese Woche auf der To-Do-Liste, aber ich lenke mich noch mit anderem Zeug ab, weil ich diese Formularkiste total nervig finde. Wisst ihr schon, wo ihr den Kurzen krankenversichert? Hach ja, Fragen über Fragen…. 🙂
    Nur noch 39/38 Tage!!!!!! Das ist NIX!!! 😀

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    1. frauschwanisbauchgefuehl Autor

      Liebe Lucy, du hast Recht. Die Gefühlsdusselei von letzter Woche in Bezug auf meinen Abschied aus der “Anstalt“ ist rum und einer angenehmen Entspanntheit gewichen. Gestern war das letzte GVK-Treffen, bei dem wir alle schon einen Termin fürs Nachtreffen vereinbart haben. Zu zwei Mädels werde ich sicher auch engeren Kontakt halten. Ohhhh ja, diese doofen Formulare. So sehr mir mein Zahlenmann mit seiner peniblen Art rund um das Thema Finanzplanung normalerweise auf den Geist geht, bin ich ihm nun für genau diese Sorgfalt dankbar. Ich habe alles an ihn abgedrückt. Er hat mit der Bezügestelle und mit dem SSA telefoniert. Wir müssen uns primär nur um den Antrag auf Elternzeit kümmern. Dann läuft alles auf dem Dienstweg. Wie lange wirst du Elternzeit beantragen? Wir werden wahrscheinlich drei Jahre angeben, jedoch nach einem Jahr in die sog. Teilzeit in Elternzeit gehen. Da hat man wohl finanzielle Vorteile und bekommt noch zusätzlich Elterngeld. So machen es die meisten meiner Kolleginnen. Der Kleine wird bei mir mitversichert und kommt dann ebenfalls in den Genuss der 1. Klasse. Wie hast du dich entschieden? Liebste Grüße 💜

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      1. lucyandjerry

        Liebe Schwani, ich muss ja gestehen, dass ich auf deine Gefühlsduselei sogar ein wenig neidisch war. Es gibt nichts Seligeres als einem erfüllenden Beruf nachzugehen…
        Du bist schon mit dem GVK-Kurs durch? Ja, Wahnsinn!!! Ich hab heute Abend wieder… 🙂
        Wie praktisch, dass sich dein Herzblatt um den bürokratischen Kram kümmert. Meinem liegt das ja leider überhaupt nicht. Da bin ich diejenige, die jedes Jahr ab März anfängt, ihn an die Belege für die Lohnsteuer zu erinnern. Wäre er privat versichert, wäre das eine Katastrophe. (Hab ich das jetzt schon bezahlt? Huch, warum bekomme ich so viele Mahnungen? etc.)
        Von der von dir beschriebenen Variante, in Elternzeit als Teilzeit zu arbeiten, habe ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal gehört. Man arbeitet quasi „unterhälftig“, bekommt die Zeit auch für die späteren Rentenansprüche angerechnet und man hat einen Vorteil, wenn man in dieser Zeit noch einmal schwanger wird, da quasi das Mutterschutzgeld wieder dem „alten“ Gehalt vor der Elternzeit entspricht. Irgendwie so, kann das sein?
        Ich treffe mich diese Woche mit einer in Elternzeit befindlichen Kollegin und werde sie mal interviewen. Eigentlich bin ich nämlich nur von 1 Jahr Elternzeit ausgegangen.
        In welche Krankenversicherung der Kurze kommt, wissen wir auch noch nicht. Das Internet ist in dem Punkt nicht so hilfreich. Bekommst du alles (also 50/50%) für den Kleinen erstattet? LG

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      2. frauschwanisbauchgefuehl Autor

        Liebe Lucy, diese berufliche Entspanntheit kam erst in den letzten vier Jahren, als ich die Abteilung wechselte. Da wir eine große “Anstalt“ sind, ist so etwas grundsätzlich möglich. Das schlimme “Klientel“ hat nicht mehr 80 % ausgemacht, sondern nur noch 40 %. Außerdem habe ich mich in andere Themenbereiche und Fächer eingearbeitet, da habe ich auch ein persönliches Vorankommen gesehen und bin geistig mehr gefordert. Habe dieses Jahr mein 10-Jähriges. Ich kann’s kaum glauben. 😀 Aber die ersten Jahre hatte ich über viele Monate auch einen miesen Durchhänger. Wenn man bedenkt wie lange wir noch arbeiten, kann ich mir auch vorstellen, was völlig Neues zu machen. J.B. schlägt einen interessanten beruflichen Weg ein. Das könnte ich mir auch vorstellen. Aber vielleicht gibt es für dich auch Alternativen, wenn du in einem Jahr wieder einsteigt? Ich nehme mal an, dass du dann in Teilzeit arbeitest??!! Das wird den Fokus verlagern. Auch der Kleine wird dir sicher zeigen, dass viele Sachen, wie Korrekturen etc. einfach länger liegen bleiben dürfen und können. Wegen der Versicherung. Der Kleine wird bei mir privat versichert sein. Es ändert sich dann nur der KK- und Beihilfesatz, aber unter dem Strich bleibt es bei 100 % Erstattung. Habe bei der KK angerufen und mich informiert. Hatte einen kompetenten MA am Telefon. Dieser hat mir sehr geholfen. Liebste Grüße 😘

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      3. lucyandjerry

        Das schwirrt mir auch schon seit längerer Zeit im Kopf herum… Ich finde J.B.s Themenrichtung auch total spannend. Mir würde zwar total die Disziplin fehlen, nebenher ein weiteres Studium zu absolvieren, aber vielleicht ändert sich das auch, wenn ich wirklich ein konkretes Weiterbildungs- oder Umschulungsziel vor Augen hätte. Das jahrelange Rumgedümpel kenne ich ja noch aus dem Studium. Das würde ich heute sowieso anders handhaben und mich vor allem nicht mehr jahrelang quälen.
        Du scheinst dein Studium knackiger durchgezogen zu haben, wenn du schon dein 10jähriges hast! 😀 Herzlichen Glückwunsch dazu, meine Liebe!! Inwiefern du jetzt deine „Abteilung“ wechseln konntest, müsstest du mir aber nochmal genauer erzählen. Wo wohnst du nochmal gleich? In zwei Stunden auf einen Kaffee treffen? 😀
        Da du in Versicherungsfragen schon ca. 10 Schritte weiter bist als ich, werde ich jetzt meinen Freitagmorgen mit Anrufen verbringen und mal langsam in die Pötte kommen. Ist ja furchtbar!!! DU bist gerade mal ein paar Tage im Mutterschutz und hast alles schon geritzt, während ich hier wochenlang vor mich hin sinniere… Tse!
        Liebste Grüße zurück 🙂 :-*

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      4. frauschwanisbauchgefuehl Autor

        Ohhhhh ja, der Kaffeeklatsch ist gebongt. Schaaaade, dass wir beide nicht um die Ecke wohnen. 😥 Nein, der Schein trügt. Ich habe mich bloß vorab informiert. Es ist bisher kein einziges Formular ausgefüllt. Und ICH habe den Überblick völlig verloren. 😉 Mein Mann muss das jetzt alles machen. Kamst du durch das Treffen mit deiner Kollegin in Elternzeit weiter?

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