Muffensausen

36. Ssw (35+4)

Am vergangenen Freitag war ich zur Geburtsbesprechung im Krankenhaus, bei der der Kleine auf 2.700 g geschätzt wurde. Die Oberärztin war dieselbe, die mir bei meiner letzten Fehlgeburt schon so sympathisch war und die bei mir damals eine 1A-Ausschabung ohne anschließende Schmerzen durchführte. Wenigstens eine positive Erinnerung an den damaligen Krankenhausaufenthalt. Ich wünschte, sie wäre bei der Geburt dann auch ab und zu da.

Neben der PDA-Aufklärung besprachen wir die Vorgehensweise in Bezug auf die Heparinbehandlung. 12 Stunden müssen zwischen der letzten blutverdünnenden Spritze und einer evtl. PDA sein. Sollte ich morgens, bevor ich spritze, irgendetwas Auffälliges verspüren, soll ich erstmal nicht spritzen.

Heute war ich wieder bei meiner Frauenärztin. Die Untersuchungen finden nun wöchentlich statt. Der Gebärmutterhals hat sich innerhalb einer Woche wieder verkürzt, nämlich von 41 mm auf 36 mm. Das Köpfchen ist noch nicht fest im Becken. Die Ärztin meinte, dass sie sich sicher sei, dass wir uns nächste Woche wieder sehen. 😀 Ab dann wird’s spannend, so ihre Meinung.

Mein Bauchumfang misst nun 102 cm. Eine Personenwaage gibt’s morgen bei Aldi im Angebot. Frau Schwani steht dann pünktlich um 8 Uhr vor der nächsten Filiale. 😀 Dann kann ich mich mal realistisch zu Hause nach dem Aufstehen wiegen. Mit Schuhen, Klamotten und vollem Magen sind die Werte bei der Frauenärztin nicht wirklich aussagekräftig. Es dürften jedoch ca. + 11 kg sein.

Als ich vorhin – nach dem Arzttermin – direkt meinen Schatz anrief und ihm von meinem Gebärmutterhals und den Aussagen der Ärztin berichtete, bekam er richtig Muffensausen. Irgendwie ist ihm nicht bewusst, dass es tatsächlich bald losgeht. Für ihn war unser Geburtstermin Mitte Juli wie ein fixer, planbarer Termin bis zu diesem sämtliche berufliche Verpflichtungen erledigt sind. Für ihn stand bisher völlig außer Frage, dass es auch früher losgehen kann. Er hielt meine ganzen Vorbereitungen bisher übertrieben, denn es sei ja noch sooo viel Zeit bis zur Entbindung. Offensichtlich habe ich ihn durch meinen Anruf auf den Boden der Tatsachen geholt.

Ich habe gar keine Bedenken, dass ich die Geburt nicht schaffe. Alles wird schon gut werden (das schreibe ich heute!!!!! Mal sehen, was ich nächste Woche sage. 😉). Meine Befürchtungen sind eher, dass mein Schatz völlig abgeschafft von der Arbeit ist und deshalb nicht in der Lage ist mich im Fall der Fälle zu unterstützen und keinen klaren Kopf behalten kann. Er arbeitet zurzeit so viel, weil er nach der Geburt drei Wochen Urlaub machen und bis dahin alles vom Bürotisch kriegen möchte, und ist daher abends total k.o. Gestern kam er völlig unterzuckert, blass, mit Schwindel und Kreislaufproblemen nach Hause, so dass er noch nicht mal sein Abendbrot selbst schmieren konnte. Das macht mir wirklich Angst, denn ich kann mich, wenn es mit Wehen oder einem Blasensprung losgeht, nicht erst noch um ihn kümmern.

Spätestens am Wochenende werde ich ihm ins Gewissen reden. Es heißt ja, dass frau vor der anstehenden Geburt viel ruhen soll (was ich wirklich tue). Ein wenig Ruhe schadet dem werdenden Papa vor dem großen Tag sicher auch nicht.

Vielleicht tut es heute Abend auch ein beruhigendes Feierabendbierchen mit seinen Kumpels … 😂😂

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3 Gedanken zu „Muffensausen

  1. clau0185

    Liebe Frau Schwani,
    sei froh um jeden Tag, den der Kleine noch drin ist, dann hat er hinter her weniger Anpassungsschwierigkeiten.😊
    Keine Sorge wegen deines Mannes, wenns richtig losgeht brauchst du nur eine gute Hebamme, ansonsten bist du komplett mit dir selbst beschäftigt!😊
    Liebe Grüße

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  2. J.B.

    Huiuiui, es wird tatsächlich schon spannend 🙂 Das ist der helle Wahnsinn!!

    Ich glaube, womit wir wieder beim Thema wären, meiner wäre da wie deiner. Naja. Er wird es schon realisieren wenn es dann wirklich los geht. Da bin ich mir fast sicher.

    Das ein oder andere Feierabendbierchen mit Kumpels wird vorher aber wohle her nicht schaden 😉

    Ich drück dich ♥

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  3. Penny Herzmolekuel

    Liebe Frau Schwani,

    Das wird schon. Du wirst das prima machen und unsere Männer wachsen in solchen Momenten auch noch über sich hinaus. Zumindest die meisten und du wirst ganz bestimmt solch ein Exemplar an deiner Seite haben. Ich hätte nicht gewusst, was ich ohne meinen Mann gemacht hätte. Er ist ja derjenige, der wirklich die ganze Zeit dabei ist, während die Hebamme ja zwischendurch immer mal verschwindet. Ihr werdet das gemeinsam rocken und sei dir sicher: man kann nichts planen. Erwarte als einfach gar nichts und erlebe die Geburt deines Sohnes völlig unbelastet. Wir sprechen uns dann hinterher, wie es so war, oki? :)))

    Penny

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